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Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:18 Uhr

Ulf K.- Alltagsansichten

Ulf K. verzichtet im Großteil seiner Geschichten auf Sprechblasen und wenn er welche benutze, füllt er sie statt mit Worten mit Symbolzeichen.

Das K. steht für Keyenburg. Dieser Nachname wurde oft falsch geschrieben und deshalb von Ulf auf K. reduziert. Wenn Apostolos Tsalastras unser Vielfachdezernent in Oberhausen das machen würde Apostolos. T.daraus und spräche für sich.

Christine Vogt die Kuratorin der Ludwig Galerie stellt in der Panorama Galerie Ulf K.aus.Das Begleitbüchlein das die Galerie dazu herausgibt ist unterhaltsam und lesenswert. Christine Vogt ist motiviert die große Schiene der Comic Zeichner fortzuführen.

An Ulf K. fand sie die Bilder mit den leisen Geschichten, die ewige Unzufriedenheit im Ausdruck dargestellt, oft in schwarz- weiß faszinierend. Auch den Tod in Verbindung mit persönlichen Geschichten des Erhaltungstriebes- Vögelchen werden von der Mutter gefüttert ... ein Mann kümmert sich um eine schwangere Frau. „Ulf K. versucht mit wenigen Worten ganz viele Inhalte zu transportieren“: so Christine Vogt.

"Unveröffentlichte Werke sind zu sehen, noch mit Kaffeesatz erstellt", erzählt Ulf K. “ Auch die Anfänge ,seine Comic Kinder, wollen in die Welt“! Dazu passend ein weiteres Zitat:“ Der Mörder ist ein Bücherwurm in der mystischen Welt der Papierspielerei“.

Ein Illustrator, Comicrealist der einst - ab1969 - in der Blücherstraße in Oberhausen heranwuchst als das CentrO noch kontaminiertes Brachland war.

Die Eröffnungsveranstaltung war rege besucht und gibt dem Comic einen Kulturstempel.


 

Der Comic-Poet, 2012 © Ulf K., Plakat zur Ausstellung, gestaltet von Uwe Eichholz

 


Portrait Ulf K. © Judith K.




Der Comic-Poet, 2012 © Ulf K.




Besuch von Freunden, 2012 © Ulf K.




Wandbild Tournhout, 2011 © Ulf K.




Herr Paul im Winter, 2008 © Ulf K./Bloomsbury Kinderbücher und Jugendbücher.




Hieronymus B., 2006 © Ulf K./Edition 52.

Ulf K.

Bild von taftgel Georg


www.ludwiggalerie.de

Jack und die Bohnenranke

Theater Duisburg

Jack und die Bohnenranke

Geschichte für Sprecher und Orchester von Andreas Tarkmann

Jack ist ein armer Junge, dessen Streiche seine Mutter oft zur Verzweiflung treiben. Eines Tages schickt sie ihn zum Markt, um dort ihren letzten Besitz, eine Kuh, zu verkaufen. Auf seinem Weg begegnet Hans allerdings einem Fremden, der ihm fünf magische Bohnen für die Kuh anbietet. Ohne Zögern nimmt Hans den Handel an. Natürlich ist seine Mutter davon nicht begeistert. Sie schreit ihn an, wirft die Bohnen aus dem Fenster und schickt Hans ohne Essen ins Bett. Am nächsten Morgen ist aus den Bohnen eine gewaltige Bohnenranke gewachsen, die bis in den Himmel reicht. Neugierig klettert Hans die Ranke hinauf und gelangt in ein Land in den Wolken, die Heimat eines Riesen.

Eine spannende Geschichte im Konzertsaal für Menschen ab 7 Jahren.

Die Aufführung:

Der Märchenerzähler Jörg Schade winkt Andreas Tarknmann auf die Bühne auf dem ein großes Orchester mit Pauken, Trompeten, Triangel, Geigen und vielen anderen Instrumenten bereit ist Töne der einzelnen Figuren wie der Riesen zu spielen.. Töne für Jack, seiner Mutter, das Glück und alles was im Märchen vorkommt.

2 Monate hat Andreas Tarkmann der Musikprofessor an dem Märchen geschrieben. Das Märchen immer wieder und wieder mit jedem Instrument gespürt. Der 56 jährige erlebt wie in vielen Märchen die er intoniert hat seine Kindheit als Wunder einer unbeschwerten Zeit in der Computer und Handy nicht mal als Wörter existierten. Dieses Leichte hören wir im Theater bei der Uraufführung. Einmalig soll es nicht bleiben. So etwas ist selten jedoch immer wieder von allen Orchestern und guten Sprechern für Hörer ein Zauber



Prof.Andreas N. Tarkmann, Komponist  -  Francesco Savignano, Dirigent  -  DR. Alfred Wendel, Intendant  -  Theresa Schwär, Konzertpädagogin 




taftgel Georg und Prof. Andreas N. Tarkmann im Gespräch
 



 von den Duisburger Philharmonikern
Jack und die Bohnenranke                        (Nach einem Märchen aus England)

  Vor langer Zeit lebte in England eine Witwe mit ihrem Sohn Jack. Sie
waren arm. Sie hatten nur eine einzige Kuh. Eines Morgens gab die Kuh
keine  Milch  mehr. Ob  sie  wohl  krank war? Jack  und  seine  Mutter  be-
schlossen die Kuh zu verkaufen. So machte sich Jack auf den Weg zum
Markt. Unterwegs traf Jack einen seltsamen alten Mann. Der sprach zu
Jack: „Gib mir die Kuh für diese fünf  Bohnen!“ –  „Fünf  Bohnen für eine
Kuh!“, rief Jack. „Das wäre ein schlechter Tausch!“ „Aber das sind Zau-
berbohnen“, sagte der alte  Mann, „sie werden dir Glück bringen!“ Jack
ließ sich überreden. Zu Hause erzählte er alles seiner Mutter. Die wurde
sehr zornig. Was sollte sie auch mit fünf Bohnen anfangen? Wütend warf
sie  die  Bohnen  aus  dem  Fenster. Jack  musste  ohne  Abendessen  ins
Bett. Am nächsten Morgen schaute Jack aus dem Fenster. Es war herrli-
ches Wetter. Aber was war denn das? Auf dem Hof  stand eine  riesige
Bohnenranke. Sie war über Nacht bis über die Wolken hinauf gewach-
sen. Neugierig kletterte Jack die  Bohnenranke hinauf. Endlich erreichte
er die Wolken. Er wanderte auf einer weißen Wolkenstraße entlang bis
zu einem großen schönen Schloss. Vor dem Schloss  saß eine  riesen-
große  Frau. Jack grüßte sie höflich. Er bat  um ein Frühstück. „Frühstü-
cken willst  du?“, brummte  das  Riesenweib. „Du wirst  gleich selbst  ge-
fressen werden. Mein Mann ist  ein Oger, ein Menschenfresser. Er ver-
schlingt  am  liebsten  kleine  Jungen. Verschwinde  schnell,  ich  höre  ihn
schon  kommen!“  Jetzt  hörte  Jack  die  Schritte  des  Riesen: bum,  bam,
bum, bam.                                          
   Sie  kamen immer näher: bimbadabum, bimbadabum. Die  Riesin rief:
„Schnell, in den Ofen mit dir, sonst frisst er dich!“ Jack kroch in den Ofen.
Er hörte den Riesen schreien:
   „Fi, fei, fo, fann,
   ich rieche das Blut von ‘nem kleinen Mann!”
„Unsinn,  Mann!“, sagte die  Riesenfrau, „es  riecht  noch  nach dem Jun-
gen, der dir gestern so gut geschmeckt hat!“ Der Riese beruhigte sich. Er
setzte  sich  an  den  Tisch  und  verschlang  zwei  Kühe  und  vier  Ziegen.
Dann  holte  er  zwei  Goldsäcke hervor. Er zählte die Goldstücke und
schlief dann ein. Jack schlich sich aus dem Ofen. Er ergriff einen Gold-
sack  und  rannte  die  weiße  Straße  entlang  bis  zur  Bohnenranke.  Dort
warf er den Goldsack hinunter und kletterte schnell hinterher. Wie freute
sich da seine Mutter! Nun hatte das armselige Leben ein Ende.
   Aber nach einigen Monaten war das Gold zu Ende. Da beschloss Jack
noch einmal in das Schloss des Riesen zu gehen. Und so kletterte er ei-
nes  Morgens wieder an der Bohnenranke  hinauf. Wieder  kam  er zum
Schloss des Riesen, wieder versteckte er sich im Ofen und wieder hörte
er die Schritte des  Riesen: bum, bam, bum, bam, bimbadabum, bimba-
dabum. Der Riese schnüffelte umher und rief:
   „Fi, fei, fo, fann,
   ich rieche das Blut von ‘nem kleinen Mann!
   Ist er lebend oder tot,
   ich fresse ihn zum Mittagbrot!“

                                       
   Die Riesenfrau beruhigte ihren Mann. Er setzte sich an den Tisch und
verschlang fünf große Forellen und einen Ochsen. Dann sagte er: „Frau,
bring  mir  die  Henne  her, die  goldene  Eier  legt!“  Die  Frau  brachte  die
Henne  herein. Die legte gleich ein goldenes  Ei. Nun hielten die  Riesen
ihren Mittagsschlaf. Jack nahm die Henne unter den Arm und rannte so
schnell er konnte nach Hause. Von nun an lebten Mutter und Sohn als
reiche Leute. Aber Jack dachte immer an die Schätze im Schloss  des
Riesen. Es gab ihm keine Ruhe. Endlich kletterte er zum dritten Mal die
Bohnenranke hinauf. Wieder versteckte er sich im Schloss des  Riesen.
Er hörte den Riesen heimkommen: bum, bam, bum, bam, bimbadebum,
bimbadabum. Der Riese schrie: „Fi, fei, fo, fann, ich rieche das Blut von
‚nem kleinen Mann!“
   Der  Riese verschlang sein Essen. Dann sagte er mit  müder Stimme:
„Frau, bring mir meine goldene  Harfe!“  Die  Harfe spielte von allein eine
wunderschöne  Melodie.  Die Riesen schliefen  ein.  Beinahe  wäre  Jack
auch eingeschlafen. Aber er riss die Augen auf, schnappte sich die gol-
dene Harfe und rannte aus dem Schloss. Der Riese erwachte und rannte
hinter  Jack  her.  Die  Riesenfrau  rief:  „Haltet  den  Dieb!“  Jack  kletterte
schnell die Bohnenranke hinunter. Er nahm die Axt und schlug die Ran-
ke ab. Die große Pflanze erzitterte. Dann fiel sie aus den Wolken herun-
ter. Der Riese, der noch weit oben in der Ranke hing, stürzte herab und
starb. Jack und seine Mutter lebten glücklich zusammen. Und wenn sie
nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.
                                            bearbeitet von Günther Fugmann

http://www.duisburg.de/theater/repertoire

Katrin ist nun mal austherapiert.

Katrin

Kapitel 4

Die wichtigen Personalien im Haus sind geklärt. Zwei von den Neuen sind gut. Nur Harald, Baustoffe/Gartencenter macht ihr Sorgen. Gegen den Willen ihres Vaters, dem Big Boss, hat sie ihn eingestellt. Nach Feng- Shui- Wind und Wasser- der chinesischen harmonischen Wohnraumgestaltung hat er die Abteilungen umgebaut. Mit Freundschafts- und Familienecke, pastellfarbenen Regalen. Ein Nutzerleitsystem das selbst Ikea Planer erstaunen wird. Die Mitarbeiter machen Überstunden und essen nach einem ausgearbeiteten Menüplan. 5 Kilogramm in 14 Tagen hat die dicke Ursel, Sternkreiszeichen Stier, abgespeckt.

Mehr Umsatz, mehr Reklamationen, weniger Gewinn. Das ist der Grund, Mitarbeiter der Arbeitsagentur und dem Job Center zu überlassen. In den Personalakten sucht sie Auffälligkeiten. Familienvater, 45 Jahre, 2 große Kinder, kann bleiben. Alleinstehend 33 Jahre, keine Fehlzeiten, kann bleiben. 14 Jahre im Haus, 50 Jahre, günstiger Zeitpunkt für eine kleine Abfindung, kann gehen. Alleinerziehende Mutter, 2 Kinder 10 und 11 Jahre, übelst, kann gehen. 2 Azubis brauchen nicht übernommen zu werden. Vier von Vierzehn, das reicht. Kündigungen werden geschrieben. Den Akt selber wird ihr Stellvertreter durchführen.

Harald erscheint ihm Büro. Katrin nennt Fakten. Weniger Gewinn - weniger Personal.
Er geht direkt zum Big Boss. Er hört zu und macht Notizen. Bei der Abteilungsleiterbesprechung wird ein Teil der Baustoffabteilung der Abteilung Holzverarbeitung übergeben. Alle Anwesenden stimmen zu.

Die Radiosendung mit dem Hexer ging ihr nicht aus dem Kopf. Katrin ist nun mal austherapiert. Seit dem 12.Lebensjahr wird sie behandelt. Der Hexer redet so, wie die Bauabteilung aussieht. Sie drängt auf weitere Termine. Mit irgendwem will sie reden.

Aggressiv und wütend reagiert sie auf seine sanfte und ruhige Art. Sie fährt wie eine Sau mit fast 100 km/h über zwei rot Ampeln. Zuhause im Bett schläft sie sich bewusstlos.

Am Morgen im Büro wirkt sie weich und ruhig. Um ihre Gelassenheit zu bestätigen, bestellte sie Frank B.. Brombeerfarbene Schuhe, weißer Anzug, einen roten Bauhelm in der Hand, legt er den Baufortschrittsplan vor. Er gibt keine Auskunft über seine neue Assistentin Barbara B.. Dreht sich einmal um sich selbst um zu gehen. Mit den Worten:“ Probezeit ist Probezeit“. Katrin ist außer sich vor Wut und verschärft die Maßnahmen von vorher um eine Person. Der Neubau Wareneingang ist Big Boss Sache, also für Katrin unantastbar. Beim Abendessen informierte sie ihren Vater über die Neustrukturierung, Baustoffe. Frank B. wird dich beraten, stellte er kühn fest.

Die vom Hexer mitgegebenen Kräuter wirken nicht. Katrin will den Hexer verklagen.

Nachts auf der Säuglingsstation ist es ruhig. Die Nachtschwester gibt ihr Tee. Der Pförtner wünscht.“ Einen guten Morgen“. Katrin weiß nicht mehr was nach Büroschluss gewesen ist. Ihr Auto steht irgendwo im Klinikbereich. Beim Kartenlegen ist der Hexer konzentriert.
Viele der Erklärungen vergisst sie. Nur es wird schlimmer. Der Rat:“ Keine neuen Bekanntschaften anzufangen und andere Menschen in Ruhe zu lassen“.

Afrika ist das Reiseziel für einen langen Urlaub, der morgen beginnt.








Mein Leben ist ein Alptraum

Katrin
Kapitel 3

In ihrem Kopf ist es! Schon lange treibt sie sich in der selben Gegend rum. Groß werden die Schritte. Es kommt aus dem Unterbauch. Lautes Schimpfen bringt nur die Anderen zu Vorurteilen. Die Hirnwindungen glühen. Renn, renn! An der Pforte vorbei. Das Krankenhaus liegt hinter ihr. Katrin: wann hört das auf, redet sie mit sich. Wie ist wohl die Mehrzahl von Katrin -Katrinen- von Mädchen -Fräuleins-. Rennen bis zu Erschöpfung.

Friedhofsluft ist immer dünn. Frische Seelen schweben über dem gesargten Erdgut. Grüne Bänke wie im Park. Das Schild Burgerhausen ist verzerrt. Das Graue gibt Halt. Immer. Es ist Sonntag. Viele Sonntage werden noch kommen. Kalte, warme, ist doch egal. Ihr Kopf ist ein Schweinetrog. Abfälle, Gegrunze, Sabber, der übrigbleibt. Kraft in den Fingern, sie reißt den Busch mit einemmal hoch. Hinein ins Loch und den Busch drüber. Für Immer.
Ja, ja und nun bringen wir sie zurück. Die Gestalt in Grau/Grün. Tatütata.


Ihr Vater übernahm von seinem Vater einen Eisenwarenladen. Nägel, Schrauben und Dübel wurden einzeln verkauft. Über 10 000 Artikel hatte das Sortiment. Der jetzige Lager- und Verkaufsraum ist 10 mal so groß und führt ca. 82 000 Artikel von 252 Lieferanten. Die Mitarbeiterzahl wurde verachtfacht.

Der nächste Bewerber ist nun auch soweit, meldet ihr die Empfangsdame. Frank B..
Wie ist die Mehrzahl von Frank,Franklin -Frankies- von Männer -Männern-. Katrin entschuldigt sich und spült im Nebenraum ihr Gesicht mit Wasser.

Frank B.! Was machen Sie zur Zeit? Familie? Gehaltsvorstellungen? Besondere Fähigkeiten? Frank bleibt stumm. Einmal dreht er sich um sich selbst. Die Tür geht hinter ihm zu. Krebsrote Schuhe und lachsfarbene Hose. Die Unterlagen verraten den designierten Abteilungsleiter, Garten/Baustoffe. Seit nun 12 Jahren im Betrieb. Keinmal krank, kein Urlaub. Nur übergangen bei der Stellenausschreibung.

Katrin! Arbeiten, arbeiten der Befehl kommt aus ihren Kopf. Sonntag war gestern.

Gegen Abend wird sie noch mal das Krankenhaus besuchen. Dann wird sie alles erfahren. Alles. Unfallambulanz, geschockte Verletze. Intensiv- die Todesstation. Innere- Herz- Kreislauf- Chirurgie. Kinderstation, Frühchen. Anfang vom Schweinetrog.

Große Schritte. Hinterausgang. Renn, renn! Park, Tennisplatz, Supermarkt, Burgerhausen, Firma. Bis zu Erschöpfung.

Die Taxe kommt dem anbrechenden Tag entgegen und fährt Katrin auf den Parkplatz vor dem Krankenhaus.

Alptrum,Fiktion und Wahnvorstellung?

Katrin

Kapitel 2

Blödmann Vater! Frank B. als Abteilungsleiter Garten/Baustoffe. Brombeerfarbene Schuhe zur Chefbesprechung. Ledig, keine Kinder steht in der Personalakte. Frank-Franklin-kleine Frankies- wird es nie geben. Er ist bestimmt nur mit seinesgleichen zusammen. In einschlägigen Lokalen. Dort kreuze ich gleich mal auf. Der Bürgermeister begrüßt mich am Abend auf seine Weise. Küsschen hier, Küsschen da. Der Lesbentreff ist zwei Orte weiter: Süße! Das Bild von Frank B. in meiner Hand hat auf ihn keine Wirkung. Nie gesehen in der Szene. Katrin ist rot unter ihrem Teint. Schau doch mal im Botanischen Burggarten vorbei, dort ist er manchmal.

Alleine! Wenn du danach mit zu einem Empfang kommst, gehe ich mit dir in den Botanischen Garten, erwidert der Bürgermeister. Katrin kocht. Was passiert da eigentlich? Wirre Gedanken. Schwul, HIV und durch exotische Kräuter Linderung erhoffen. Woher weiß der Bürgermeister von dem Garten? Ihr Kopf ist ein Schweinetrog. Scheinwerfer an und los. Ihr Auto fährt von alleine zum Krankenhaus. Erst Intensiv, Gynäkologie, Kinder und Früchenstation. Einige Neugeborene schreien nach Nahrung. An der Pforte vorbei im Laufschritt. Schneller, schneller! Das Schild Burgerhausen sieht sie nicht mehr. Büsche ausbuddeln und sich begraben. Dreck, Lehm der auch noch in der Badewanne an ihr klebt, wird durch intensives Schruppen entfernt.

Guten Morgen Frank B., guten Morgen. Frank dreht sich um. Hallöchen, Hallöchen hört Katrin.

B. verschwindet in der riesigen Abteilung. Ihr Vater erwartet sie bereits im Büro. Frank B. muß unbedingt zum Arzt, bevor wir die Personalie diskutieren, eröffnet Katrin das Gespräch. Nein, nein versucht ihr Vater dazwischen zu kommen. Dein Auto stand heute Nacht in der Krankenwagenzufahrt des Krankenhauses. Wir haben dich die ganze Nacht gesucht, Katrin! Wo warst du? Ich bin hingefallen und habe mich notversorgen lassen. Nichts Schlimmes. Lautet ihr Standart. Der Vater ruft nach Frank B.. Frank B. ist im Botanischen Burggarten um einige Exoten zu ordern, erklärt Frau Müller.

Katrin spricht mit allen Bewerbern, die Abteilungsleiter Garten/Baustoffe werden wollen. Die Enscheidung ist ganz nahe. Ein Betriebswirt 2. Bildungsweg mit abgeschlossener Handwerkslehre. Beruferfahrung bei der Konkurrenz. Single, ohne Kinder. Ordentlich gekleidet. Dunkle Kombination, schwarze Schuhe. Harald A.. Noch eine Nacht drüber schlafen. Morgen werde ich alles vorbereiten. Frank Bs. Beurteilung und Harald As. Präsentation.

Stabbesprechung,Patriarch,Abteilungsbudget

Katrin

Kapitel 1

Im Büro von Katrins Vater ist die Stabbesprechung. Die neuen Abteilungsleiter liefern gute Arbeit ab. Die Bananenstaudenaktion hat PRmäßig voll eingeschlagen und noch mehr umweltbewusste Käufer gebracht. Greenpeace und der Nabu haben das fast alleine gemacht. Viele Rollen von Seilen für einen Klettergarten auf privatem Grundstück sind verkauft und vorbestellt.

Allerdings! Es müssen Notanlieferungspläne während der Bauarbeiten für Rampe zwei und drei erarbeitet werden. Ein neuer Leiter für die Warenannahme ist in einem Monat nötig, da Frank B. in dieser Zeit die Bauarbeiten überwacht und koordiniert. Typisch Vater, eine Anweisung nach der anderen. Mein Patriarch .

Frau Müller zieht den Mini bis zu den Knien, als Katrin sie über Harald A. befragt. Doch Frau Müller hat ein ganzes Zahlenwerk mitgebracht, das sie nicht mehr alleine bearbeiten kann. Über Frank B. weiss sie nur, dass er sonntags nicht mehr im Botanischen Burggarten ist. Katrin schaut sich das Zahlenwerk genauer an und ist erstaunt, dass alle Mitarbeiter der Abteilung Überstunden machen. Das Abteilungsbudget ist am Limit. Der Zeropoint ins Rote ist fast erreicht. Ihr Vater macht mit Harald A. einen buchhalterischen Kurzlehrgang. Frank B. wird zu einer schriftlichen Stellungsnahme aufgefordert.

Katrin fragt bei der Agentur für Arbeit nach einem Leiter für den Warenverkehr. Es kommen 32 Bewerbungen. Ein Drittel Männer. Bei den Vorstellungsgesprächen lässt sie einen Sack Zement, umklebt mit Geschenkpapier, von einer Ecke in die andere tragen. Barbara D. ist die Richtige

Alptraum-Fiktion-Wahnvorstellungen-Ängste

Bettina

Ursache dieser fürchterlichen Nacht war der Bahnsteig 11 am Oberhausener Hauptbahnhof.

Die Anzeigetafel kündigte eine 15 minütige Verspätung der S3 nach Essen an.

Blöd! Das dachte auch wohl der Mann neben mir. Es wird sich doch wohl keiner vor den Zug geworfen haben. Frühlingsanfangswetter 4 Stunden vor dem 1.April. Mildes Klima.

Meine Freunde warten zwei Station weiter. „Meine in der Essener City“: erwiderte er.

Bettina sagte ich kurz. Er sah mich freundlich an. Es schoss so aus mir raus. Vor drei Jahren habe ich gesehen wie eine Frau sich vor den Zug stürzte. Sonst war der Film langweilig.

Er erzählte von dem Vorort in dem er wohnt und das dort nur einmal stündlich Züge fahren.

Da habe ich auch mal gewohnt!

Der Zug war gerade eingetroffen. Ich stieg ein in der Hoffnung jetzt könnte ich ihm was von meinem Alptraum erzählen. Pustekuchen! Er raucht ganz ruhig auf dem Bahnsteig weiter.

Als er endlich Platz nahm erzählte er mir von seinem Abendprogramm in Essen..

Ich von meinem in Bochum.

Als ich endlich gegen früh morgens in mein Bett fiel kam sofort die Tiefschlafphase und der Traum.

Ein Zugführer vergeht sich an mir auf den Bahngleisen. Es ist tiefdunkle Nacht  Er benutzt meine Unterleib immer wieder. Grässliche Schmerzen. Blut und Sperma laufen an meinen Beinen auf die Gleise. Er hört nicht auf. Züge fahren auf den anderen Gleisen ganz langsam an uns vorbei. Die Passagiere glotzen und verziehen ihre Gesichter zu einem Lachen. Das Laute der vorbeifahrenden Lok inspiriert meinen Peiniger im schneller und tiefer mich zu Schänden.

Es wird hell und ich bin froh das mein Kopf heil geblieben ist.

Er wurde einige Meter weiter im einem Gebüsch gefunden.

Übermorgen stehe ich wieder an Gleis 11 und warte auf die S3.