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Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:00 Uhr

Vom Kleine Arschloch ueber Kaept'n Blaubaer bis Zamonien

Zamonien zuerst, so fängt die Ausstellung an:" sagt Christine Vogt", bis zum Storyboard! 


von li. Uwe Eichholz, Gestalter -Dr. Christine Vogt Kuratorin der Ludwig Galerie, -Dr.Wolfgang Ferchel,-Apostolos Tsalastras, Beigeordneter für Kultur und Sport der Stadt Oberhausen, Dr. Christine Vogt

Text von der Ludwig Galerie
,  Bilder taftgel Georg 

DIE 7 1/2 LEBEN DES WALTER MOERS

Vom Kleinen Arschloch über Käpt'n Blaubär bis Zamonien 


25. September 2011 bis 15. Januar 2012

Die Lügengeschichten des Käpt’n mit dem blauen Pelz sind ebenso legendär wie die politisch unkorrekten Verhaltensweisen des Jungen, der das Kleine Arschloch schon im Namen trägt. Und mit der Figur Adolf, die Nazi-Sau, bricht er dann auch noch das letzte große Tabu: Walter Moers, Zeichner und Autor mit überbordendem Einfallsreichtum. Grenzenlose Phantasie lebt Moers auf seinem neuen Kontinent aus, den er Zamonien nennt und mit vielerlei Daseinsformen wie Buntbären und Eydeeten, Fhernhachen und Wolpertingern, Buchlingen und Haifischmaden oder Kratzen und Schrecksen bevölkert. Ein Universum der Sonderklasse, das sich die Literatur und das Lesen, das Spiel mit Worten und Sätzen, zu einem seiner Hauptthemen auserkoren hat. Die Bilder zu diesem eigenwilligen Phantasiereich geben einen tiefen Einblick in die Vorstellungskraft des doppelbegabten Autors und zeigen, ebenso wie seine Texte, ein großes Repertoire an kunsthistorischem wie eben auch literarischem Wissen. Der Leser (und in der Ausstellung der Besucher) begibt sich auf eine phantastische Reise, auf der viele Rätsel zu entschlüsseln sind: wer war noch mal Ojahnn Golgo van Fontheweg und was hat es mit Anagrom Ataf auf sich?

Das große Interesse am Spinnen von Seemannsgarn hat Walter Moers bereits bei einer seiner ersten Figuren, dem blauen Bärenopa und dessen drei Enkeln für die Sendung mit der Maus gezeigt. Mit einer Kombination aus Puppenspiel und Trickfilm bricht der Käpt’n zu seinen haarsträubenden Abenteuern auf, die durch Hein Blöd nicht unbedingt glaubwürdiger werden.


Dr. Wolfgang Ferchl vom Knaus Verlag in München mit dem neuen Roman von Walter Moers.

 Am5. Oktober erscheint Walter Moers neuer Zamonien-Roman Das Labyrinth der Träumenden Bücher im Knaus Verlag. Die neuen Abenteuer des Hildegunst von Mythenmetz sind bereits ab dem 25. September in der LUDWIGGALERIE zu sehen.

 Neben diesen Arbeiten fürs Fernsehen wurde Moers durch seine Comics, insbesondere Das kleine Arschloch, bekannt. Als „die Figur der 90er Jahre“ bezeichnet, traf der Jugendliche mit den schlechten Manieren genau den Zeitgeist. Moers stellte ihm später den alten Sack zur Seite, der in seinem Rollstuhl vor allem das Sterben thematisierte. Ein reduzierter Zeichenstil mit riesigen Nasen ist hier Moers Markenzeichen. Zwei Filmdrehbücher wurden von ihm zu diesen Figuren geschrieben, wobei er für den ersten Arschloch-Film die ‚Goldene Leinwand’ verliehen bekam. Ende der 1990er Jahre wendet er sich vom Comic ab, nur Adolf – Der Bonker wird danach noch, von einem Musikvideo begleitet, gezeichnet.

Was ist er für ein Mensch, dieser Walter?


Erstmals widmet sich nun eine Ausstellung dem Werk des 1957 in Mönchengladbach geborenen Zeichners und Autors Walter Moers in all seinen Fassetten. In seinen 7 ½ Leben hat er Erstaunliches geschaffen. Dabei ist ihm ein unerschöpflicher Figurenreichtum ebenso zu Eigen wie ein exzessives Sprachspiel – beides kann ab dem 25. September 2011 in Oberhausen in Originalen studiert werden. Weit über 100 Werke in Form von Zeichnungen, Skizzen, Gemälden, Skulpturen, Puppen, Filmen, darunter auch unveröffentlichte Werke, stellen einen der wichtigsten Geschichtenerfinder Deutschlands in seiner medialen Breite vor, dessen museale Präsentation seit langem überfällig ist.


Das Lebens-und Handwerk des Walter Moers!


Die Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadtsparkasse Oberhausen und WDR 3 Kulturpartner.

Nähere Informationen zu den begleitenden museumspädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene erhalten Sie jederzeit unter www.ludwiggalerie.de.

Ausstellungseröffnung Samstag, 24. September 2011, 19:00 Uhr

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 11:00–18:00 Uhr,

montags geschlossen, 3. Oktober geöffnet, 24., 25. und 31. Dezember 2011 sowie 1. Januar 2012 geschlossen

Eintritt 6,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro,

Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) 12,00 Euro

Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen 9,50 Euro


Öffentliche Führungen Jeden Sonntag um 11:30 Uhr

Führungen mit Dr. Christine Vogt, Kuratorin der

Ausstellung und Direktorin der LUDWIGGALERIE:

Sonntag, 16. Oktober 2011, 15:00 Uhr

Sonntag, 20. November 2011, 15:00 Uhr

Sonntag, 18. Dezember 2011, 15:00 Uhr

Sonntag, 15. Januar 2012, 15:00 Uhr

(Die Führungen sind kostenlos in Verbindung

mit dem Museumseintritt)

Publikation DIE 7 1/2 LEBEN DES WALTER MOERS Vom Kleinen

Arschloch über Käpt'n Blaubär bis Zamonien. ca. 29,00 Euro

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LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen Konrad-Adenauer-Allee 46, 45049 Oberhausen 


 

 

 


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