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Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:10 Uhr

Never too loud

Never too loud

Programmtext vom Theater Oberhausen
Ein musikalisches Chaos

„Wir waren Anarchisten. Aber wir waren Anarchisten mit Herz.“ (John Cale/The Velvet Underground)
The Velvet Underground, benannt nach einem sadomasochistischen Groschenroman, wurden 1966 vom Pop Art-Papst Andy Warhol für die innovative Multimediashow The Exploding Plastic Inevitable engagiert und als Hausband seiner legendären New Yorker Factory lanciert. Diese war ein Laboratorium, in dem Filmemacher, Literaten, bildende Künstler und Musiker nach neuen Formen suchten und eine Symbiose von Leben und Kunst praktizierten.
Mit The Velvet Underground verlor die Rockmusik endgültig ihre Unschuld: In schwarzes Leder gekleidet stellten sich die Musiker mit dem Rücken zum Publikum und entrissen ihren Instrumenten Akkorde von düsterer Schönheit und paranoider Aggressivität. Ihre Songs handelten unverblümt von Drogensucht oder sadomasochistischen Praktiken, als andere Bands noch von den Freuden des Händchenhaltens sangen.
Bewusst verweigerten sich die Musiker Lou Reed, John Cale, Sterling Morrison und Maureen Tucker mit mehrminütigen brachialen Rückkopplungsgeräuschen, die in melancholisch-depressive Balladen mündeten, dem Mainstream, den Charts und dem Kommerz: Nie war eine Band so erfolglos – gemessen an Plattenverkäufen – und zugleich derart einflussreich.

Otto Beatus knüpft mit Never Too Loud an seinen erfolgreichen Bob Dylan-Abend Like a Rolling Stone und dessen assoziative Bilderwelten an: Kein nostalgisch-biografischer Rückblick auf die Bandgeschichte und Warhols Factory, sondern ein musikalisches Labor, in dem die anarchische und visionäre Kraft der Musik von The Velvet Underground in Bezug zu Heute gesetzt wird. Gibt es im Jahr 2009 noch künstlerischen Widerstand mit den Mitteln des Theaters und der Musik gegen den Mainstream und die allgegenwärtige Event- Kultur? Die Antwort steht aus …
Fest steht: Never Too Loud wird ein dionysischer Abend des Krachs und der Stille, der Ekstase und des Katers.


beginng to see the light

Premiere

Der Besucher erkennt  was vor 40 Jahre

Andy Warhol und Welvet Underground mit ihren Fans machten.

Euphorie-Trance-Rausch-Meditation-Bewusstseinserweiterung-

Psychedelikum-Selbsthypnose-Trancetanz und Musik.

Der Hammer schmettert auf den Amboss im Ohr, das Trommelfell schreit. Jugendliche

der MP3 Ohrstöpsel Generation sind überrascht. Lautstärke ist nicht ihre Erfindung!

Zu jedem der 24 Songs neue Bühnenbilder. Otto Beatus mit einem riesigen Teddybär auf

seinem Klavier in exzessiver Spiellaune. Petticot und Lederjacken Girls stricken, häckeln,

ein roter Stuhl! Das Publikum aus dieser Zeit kennt die Szene

und ist angekommen in der eigenen Pubertät oder sie waren auf der anderen Seite

bei Peter Maffey, Elvis Presley, Beatles und vielen anderen Bands.


Viel, viel Applaus ergeben mehr als 5 Vorhänge.

 

Lady Godiva

Das Gespräch mit Otto Beatus,

dem Produzent und Chefmusiker am Theater Oberhausen.



Alle Rechte an den Bildern
sind bei  © Axel J. Scherer,  amTon beim Theater-Oberhausen
theater-oberhausen.de
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