Offener Brief vom Hexer Maran an taftgel Georg
Maran wartet gespannt auf die nächste Frage
Der Hexer Maran ist seit einigen Jahren ein gern gesehener Gast in meinen Sendungen.
Wir haben diesmal zwei Sendungen produziert.
Die Erste ist über Zaubertränke und Elexiere, mit und ohne Alkohol und wie taftgel Georg
von seinem Leidensweg befreit wurde.
Drei Rezepte sind auf dieser Seite(- Artikel weiterlesen - anklicken).
Mitschnitt mit ein wenig Musik um das Gehörte wirken zu lassen.,
>Ausstrahlungstermine sind der 23.10. und 18.12.06 um 20.04 Uhr auf der Frequenz
In der Zweiten sprechen wir über Jahreskreisfeste, die in vier Sonnen und vier Mondfeste gegliedert sind. - -Mitschnitt bitte anhören- bitte hier klicken
von Antenne Ruhr.
Offener Brief
Hallo Georg,
sicher hast du dich auch schon mal gefragt, WAS tun eigentlich Hexen in einem Ritual?
Wird ja immer viel und geheimnisvoll davon gesprochen.
Es gibt Dankes-Rituale (zu den Jahreskreisfesten) und es gibt magische Rituale,
die zielgerichtet sind, mit denen man etwas bestimmtes für sich oder andere Mitmenschen erreichen will.
Der Aufbau ist dabei gleich, nur der "Zwischenteil" ist etwas anders. Es gibt übrigens keine
wirklich festgelegten "Regeln". Natürlich kann man das alles in eigene Worte fassen, improvisieren.
Das Nachstehende ist nur mal so ein Beispiel, ein Einblick in den allgemeinen Ablauf
eines Hexen-Rituals. Feste Bestandteile sind aber in jedem Fall die Anrufung der Elemente
und deren "Geister" (Erde, Feuer, Wasser, Luft), die das Ritual schützen sollen.
Und der magische Kreis, der mit dem Magiestab gezogen wird (auch mit Kerzen abgesteckt wird,
oder mit Steinen gelegt). Während des Rituals darf niemand den Kreis betreten oder verlassen.
Das ist im Coven (Hexenzirkel) mit mehreren ebenso, wie bei einem Ritual, das man allein zelebriert.
Erst wenn das Ritual beendet ist und die Schutzgeister aus dem Ritual entlassen sind, darf man wieder
´rein oder ´raus. Dafür wird der Ritualkreis "aufgehoben". Aber nun lies einfach mal den Text.
Vielleicht ist er ja interessant für dich und gibt neue Einblicke in die Welt der Hexen und Schamanen.
Viele Grüsse, Maran
Deshalb möchte ich hier einen Überblick geben, wie und in welcher Reihenfolge
ein Ritual durchgeführt werden sollte. - Artikel weiterlesen - anklicken
Viele Neulinge auf dem Gebiet sind unsicher, was Rituale betrifft.
Es ist sehr wichtig, dass ein Ritual immer in der gleichen Art und Weise durchgeführt wird, damit sich ihr Unterbewusstsein sofort darauf einstellen kann. Auch sind alle Punkte wichtig und es sollte kein Teil ausgelassen werden.
Erst einmal benötigt man ein paar Utensilien, die für jedes Ritual und jede Art von Magie gebraucht werden. Dies wären:
Ein Athamen, es ist ein zweischneidiger Ritualdolch, der ausschließlich für das Lenken von Energien benutzt wird und nicht etwa für so profane Dinge wie Brot schneiden oder schnitzen.
Ein Kelch, aus jedem beliebigen Material
Eine Pentakelscheibe (Pentagramm) aus Metall, Holz oder Ton, eben aus einem erdigen Material, da es die Erde symbolisiert.
Ein Räuchergefäß, das aus feuerfestem Material sein sollte.
Wer nicht so viel Geld hat, um sich gleich richtig einzudecken, kann sich auch mit einfachen Dingen wie Küchenmesser, das aber dann nur noch für diesen Zweck benutzt werden darf, Weinglas, ein Blatt Papier, auf das ein Pentagramm gemalt wird, und einem Blumentopf aus rotem Ton behelfen.
So nun kann das Ritual beginnen.
1. Vorbereitung
Zu aller erst ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und sich erst einmal auf die Energien des Ortes, an dem sie ihr Ritual ausführen, einzustimmen.
Danach wird, wenn es mehrere Teilnehmer sind, besprochen, wer welchen Teilbereich des Rituals übernehmen möchte, wenn nicht eine bzw. einer das ganze Ritual leitet.
Erfahrungsgemäß entsteht mehr Gruppendynamik, wenn jeder Part von einem anderen Ritualteilnehmer übernommen wird.
Nachdem alle Unklarheiten beseitigt sind, kann man zum festlichen Teil übergehen.
Wer möchte, kann nun sein spezielles Ritualgewand und den dazugehörigen Schmuck anlegen. Die- Derjenige, die/der sich zum Ritual nicht umziehen möchte, sollte darauf achten, dass die Kleidung aus Naturfaser, wie Wolle, Baumwolle, Seide oder Leinen ist, da diese die entstehenden Energien durchlassen.
Aus diesem Grund zelebrieren auch einige ihre Rituale nackt, was meiner Meinung nach aber nicht unbedingt nötig ist.
Nun wird im Zentrum des vorgesehenen Kreises ein Altar mit Blickrichtung Osten errichtet.
Sollte dies nicht möglich sein, weil der Kreis sich um ein Lagerfeuer bildet, wird der Altar im Osten aufgebaut, da dort die Sonne und auch der Mond aufgehen.Manche bestehen auch darauf, für den Altar den Norden zu wählen, denn diese Himmelsrichtung steht für die Erde, auf der wir leben und symbolisiert Macht und Stärke. Ich selbst bevorzuge den Osten, da hier die Sonne und der Mond aufgehen.
Doch wie nun letztendlich der Altar platziert wird, hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Rituals.
Nun wird ein Altar errichtet. Legen sie eine Decke auf ihren Altar, die dann den Bereich eingrenzt.
Schmücken sie den Altar mit Blumen, Steinen und sonstigen Dingen, die sie mit dem Ritual in Verbindung bringen.
Jetzt kommt für das Element Erde ein Gefäß mit Salz auf den Altar.
Das Räuchergefäß mit Räucherkohle und Weihrauch für das Element Luft.
Ihre Altarkerze steht für das Element Feuer.
Und der Kelch mit Wasser, wie soll es auch anders sein, für das Wasserelement.
Jetzt sind alle Elemente auf dem Altar vertreten.
Dies ist wichtig, damit die Elemente, wenn sie in den Kreis gerufen werden, sozusagen einen Aufenthaltsort haben.
Den Beginn des Rituals zeigt das Anzünden der weißen Altarkerze an.
Sie wird vor der Ritualkerze angezündet und zum Ende des Rituals nach der Ritualkerze gelöscht. Zum Löschen der Kerzen sollten sie immer einen Kerzenlöscher oder zwei befeuchtete Finger nehmen. Niemals dürfen sie die Kerzen ausblasen, denn es heißt, dass sich um die Kerzen die guten Geister versammeln, die durch das Ausblasen erschrecken und verschwinden.
Und bei jedem Ritual sind wir sehr auf die Mithilfe dieser guten Geister angewiesen.
Zusätzlich zur weißen Altarkerze benötigen sie je nach Ritual eine durchgefärbte Kerze.
2. Reinigung
Beim zelebrieren eines Rituals sollten sie innerlich und äußerlich rein sein, denn sie möchten ja reine, gute Energien anziehen und nichts Negatives. In diesem Fall gilt das Sprichwort "Gleich und Gleich gesellt sich gern". Es ist ein Naturgesetz: Positives zieht Positives an, Negatives zieht Negatives an.
Oder wie die Chinesen sagen, Schmutz gibt schlechtes Chi (Energie).
Also sollten sie, wie auch der Raum oder der Platz, an dem sie ihr Ritual abhalten, sauber und ordentlich sein.
Das schafft auch gleich eine ganz andere Atmosphäre.
Nun kann die rituelle Handlung beginnen.
Nehmen sie den mit Wasser gefüllten Kelch in die rechte Hand mit den Worten:Sei gesegnet du Geist des Wassers.
Anschließend nehmen sie das Salzgefäß in die linke Hand mit den Worten:
Sei gesegnet du Geist der Erde.
Beide Arme werden nun zum Himmel gehoben, um Kraft einfließen zu lassen.
Dabei wird folgendes (sinngemäss) gesprochen:
Wasser und Salz reinigt mich an Körper und Seele, befreit mich vom allem Schädlichen, schenkt mir eure heilenden Kräfte durch die Macht des großen Geistes. So sei es!
Nun wird das Salz und das Wasser wieder auf den Altar gestellt.
Anschließend nehmen sie den Ritualdolch in die rechte Hand, Linkshänder in die linke Hand und sprechen dabei:
Sei gesegnet
Es werden drei Prisen Salz in das Wasser gestreut.
Mit dem Dolch rührt man dann im Uhrzeigersinn um und sagt:
Möge dieser Dolch gereinigt sein,
mögen diese Gefäße gereinigt sein,
möge dieser Altar gereinigt sein!
Entweder trinken sie nun einen Schluck oder besprengen sich mit dem Wasser.
Dann sprengt man mit dem Dolch einige Tropfen über den Altar mit den Worten:
Im Namen der Mutter Erde und des großen Geistes, so sei es!
3. Schutzkreis
Nachdem sie nun gereinigt sind, können sie einen Schutzkreis ziehen.
Dies geschieht mit dem Ritualdolch innerhalb des Raumes, in dem sie sich befinden.
Von Osten aus geht man im Uhrzeigersinn, also Osten, Süden, Westen, Norden und man schließt den Kreis, indem man wieder im Osten endet.
Beginnen sie im Osten:
Wächter des Ostens, Geist der Luft, die mich atmen lässt, ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz. So sei es!
Und zum Süden:
Wächter des Südens, Geist des Feuers, das mir Licht und Wärme gibt, ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz. So sei es!
Nun geht es zum Westen:
Wächter des Westens, Geist des Wassers, das mich tränkt und reinigt, ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz. So sei es!
Schließlich zum Norden:
Wächter des Nordens, Geist der Erde, die mich nährt, ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz. So sei es!Durch den Gang zum Osten ist der Kreis nun geschlossen.
Als Abschluss wird folgendes gesagt:
All ihr Wesen, die ihr nun gekommen seid, behütet mich vor allen negativen Wesenheiten und Energien.
Verbannt alle bösen Geister aus diesem Kreis, auf dass ich mich dem Guten öffnen kann. So sei es!
4. Erden
Stehen sie nun mit leicht gespreizten Beinen, die Füße in Schulterbreite auseinander, damit sie einen festen Stand haben. Schließen sie die Augen und atmen sie ganz ruhig und gleichmäßig ein und aus. Achten sie auf ihren Atem. Atmen sie ganz bewusst tief und langsam ein und aus.
Konzentrieren sie sich ausschließlich auf ihren Atem, und lassen sie alle Gedanken, die kommen, außer Acht. Durch dieses ruhige Atmen spüren sie, wie auch sie immer ruhiger werden.
Wenn sie ganz zur Ruhe gekommen sind, stellen sie sich vor, wie aus ihren Füßen Wurzeln wachsen, sie wachsen ganz tief in die Erde, tiefer und tiefer.
Beim Ausatmen lassen sie nun alles Belastende und Kranke, allen Kummer und alle Sorgen durch diese Wurzeln bis ins Innerste der Erde, ins glühende Magma fließen, wo es transformiert wird.
Lassen sie sich dazu Zeit. Solange bis sie ein gutes Gefühl haben und fest verwurzelt mit der Erde dastehen.
Nun lassen sie Ihre Äste wachsen aus dem Kopf, aus den Schultern und Armen. Ihre Äste wachsen immer höher dem Licht, der Sonne entgegen. Es bilden sich Blätter und eine ausladende Baumkrone entsteht. Jedes ihrer Blätter saugt diese kosmische Energie, diese unbändige Kraft der Sonne auf.
Dieses goldene Licht fließt nun in ihre Füße und Beine, steigt langsam von unten ihren Körper hoch, fließt in beide Arme und in den Kopf. Lassen sie sich auch hierfür genügend Zeit. Sie sind nun ganz erfüllt mit diesem goldenen Licht, das ihr Herz öffnet und den ganzen Körper mit Liebe durchflutet.
Genießen sie dieses herrliche Gefühl und nehmen sie es nun mit in ihr Tagesbewusstsein. Kommen sie langsam wieder zu sich, öffnen sie die Augen, recken und strecken sie sich, und sie sind wieder im Hier und Jetzt.
Sie sind nun voll mit kosmischer Energie, voll mit Liebe, die sie in ihr Ritual einbringen, um entsprechend wirken zu können.
5. Hauptteil
Dieser Teil ist von Ritual zu Ritual ganz verschieden. Je nachdem, ob es ein Jahreskreisfest ist, ein Vollmond-Ritual oder ein magisches Ritual.
Ausführliche Ritualbeschreibungen, nach denen man Schritt für Schritt vorgehen kann, finden sie in meinen drei Anleitungsbüchern.
6. Öffnen des Schutzkreises
Nachdem der rituelle Teil beendet ist, wird der Schutzkreis wieder geöffnet. Dies wird wieder mit dem Ritualdolch gemacht, diesmal aber gegen den Uhrzeigersinn beginnend im Osten mit den Worten:
Wächter des Ostens, Geist der Luft, ich danke dir, dass du zu diesem Ritual gekommen bist und mir deinen Schutz verliehen hast.
Weiter zum Norden:
Wächter des Nordens, Geist der Erde, ich danke dir, dass du zu diesem Ritual gekommen bist und mir deinen Schutz verliehen hast.
Weiter zum Westen:
Wächter des Westens, Geist des Wassers, ich danke dir, dass du zu diesem Ritual gekommen bist und mir deinen Schutz verliehen hast.
Weiter zum Süden:
Wächter des Südens, Geist des Feuers, ich danke dir, dass du zu diesem Ritual gekommen bist und mir deinen Schutz verliehen hast.
Wieder endend im Osten:
All ihr Wesen, die ihr durch die Energie dieses Rituals angelockt wurdet, seid verabschiedet und geht wieder dahin zurück, von wo ihr gekommen seid. So sei es!
Nun beginnt bei den Gruppen der gemütliche Teil mit essen, trinken, Musik und Tanz. Wird diese Ritualanleitung in einer Gruppe verwendet, braucht man nur beim Text statt der Ich-Form die Wir-Form anzuwenden.
Zaubertränke und Elixiere
Ein Elixier ist in der Heilkunde ein in Wein oder Alkohol gelöster Auszug aus Heilpflanzen mit verschiedenen Zusätzen. Aus dem Alchemistenlatein ist es bekannt als elixirum, welches wiederum aus dem arabischen als (al-iksir - Quintessenz, Stein der Weisen) und das vermutlich vom griechischen xerion (Pulver) abgeleitet ist.
Im Mittelalter wurde auch ein Zaubertrank zur Verwandlung unedler Metalle in edle (z. B. Gold, Silber ) so genannt, der aber trotz jahrhundertlanger Versuche nie erfolgreich gemischt werden konnte. Diese Elixiere galten auch als Allheilmittel und ihnen wurde eine verjüngende oder lebensverlängernde Wirkung zugeschrieben.
In Märchen und Sagen spielen Elixiere oft eine wichtige Rolle. Sei es als einfacher Heiltrank, als Zaubertrank oder gar als Elixier des Lebens oder Elixier der ewigen Jugend.
Die Elixiere sind für zwei Anwendungsbereiche gedacht.
1. Als unspezifisches Hilfsmittel für Krankheiten und Leidenszustände aller Art von Leib, Seele und Geist. Sie müssen dann durch Medikamente ergänzt werden, die krankheitsspezifisch sind.
2. Als Mittel, um den Alterungsprozess zu beeinflussen, also als lebensverlängernde Geriatrika. Auch bei dieser Anwendung müssen die spezifischen Bedürfnisse des einzelnen Patienten durch Ergänzungsmittel oder besser, durch eine personenspezifische Herstellung des Elixiers berücksichtigt werden.
Es sind Hunderte von traditionellen Elixierrezepten überliefert. Wie in der zeitgenössischen Medizin gab es Standardrezepte, die den Arzneispezialitäten der Roten Liste entsprechen und individuelle Rezepte, die Leibärzte für bestimmte Personen ausgearbeitet haben. Fast alle Elixiere sind Auszüge aus einem Gemisch von Dutzenden einheimischer und exotischer Pflanzen; mineralische und tierische Bestandteile sind häufig.
Ein Zaubertrank war oft ein fiktiver Trank, der magische Kräfte verstärken bzw. Effekte transportieren soll. Nicht selten wurden wirkungslose Zutaten (Fledermaus-Teile usw.) mit hinzu getan, die auf das Unterbewusstsein wirkten (in Art eines Placebo-Effektes).
Er wird von magiekundigen Personen - beispielsweise Hexen, Magiern oder Druiden - zubereitet, um besonders starke Zauberkräfte zu erlangen oder dem Anwender (bzw. Opfer, bei unwissentlicher Einnahme) bestimmte Vorteile (bzw. Nachteile) zu verschaffen.
Flüchtige Stoffe - Diese kann man als Tinktur ausziehen oder durch Destillation trennen. Bei der Destillation kann man sie nach Alkoholzusatz als alkoholische Lösung (»Geist«) überdestillieren (Beispiel Melissengeist) oder durch Wasserdampfdestillation in reiner Form gewinnen (Beispiele sind ätherische Öle wie Rosen-, Ingwer-, Korianderöl usw.).
Nichtflüchtige Stoffe, die in Wasser/Alkoholmischungen löslich sind. Beispiele: Scharfstoff aus Ingwer, Flechteninhaltsstoffe, Wirkstoffe von Ginseng.
Weitere Stoffe, die oft chemisch wenig stabil sind - Beispiele sind pflanzliche Wachstumshormone in aktivierten Knospen oder ganz jungen Blättern, Stoffe in Frühlingstrieben von Nadelbäumen.
Wahrscheinlich sind viel Healpflanzen un izd="3"a
Mineralische Bestandteile, teils bei Tinkturherstellung gelöst, teils erst nach Veraschung der Pflanzen extrahierbar.
Ein geistiges Prinzip, das analytisch nicht zu fassen ist, aber therapeutische Wirkungen entfaltet - der Pflanzengeist. Der Referent hält diesen in Qualität und Quantität für das Hauptagens der therapeutischen Wirkung von Pflanzen. Der Geist ist abhängig von Pflanzenart, Ort des Wachstums, Erntezeit (auch der Mondzeiten), Pflanzenteilen.
Dieser Geist ist mittels geeigneter Lösungsmittel (Wein, Essig, Alkohol-Wassergemisch, Zucker) extrahierbar. Bei schonender Destillation geht er in das Destillat über und kann so erheblich angereichert werden. Typische Geist-Zubereitungen sind im Kräuterbuch des Lonicerus (1679) beschrieben: Die im Mai gesammelten Frischpflanzen werden zerhackt, nach Wasserzusatz wird destilliert. Das Destillat wird durch Alkoholzusatz stabilisiert.
Zubereitung von Elixieren
Am einfachsten ist der gemeinsame Auszug aus einem Pflanzengemisch, also die Herstellung einer Tinktur.
Ebenfalls recht einfach ist die Herstellung eines Destillats aus dem wertvollsten Teil einer besonders wirksamen Pflanze. Beispiel: Das Wasser der Königin von Ungarn (s. Rezeptteil).
Weit überlegen als Arzneimittel für chronische Leiden aller Art, also auch zur geriatrischen Behandlung, sind die spagirischen Zubereitungen, die sich in Europa im 16. und 17. Jahrhundert herausgebildet haben (mehrere Beispiele im Rezeptteil). »Darum so lern Alchimiam, die sonst Spagyria heißt, die lernt das Falsch scheiden vom Gerechten« (Paracelsus).
Das fertige Präparat
muss, besonders wenn es ein Destillat ist, noch reifen. Der Mensch ist mit seinen Sinnen fähig, diesen Prozess zu verfolgen. Beispiel ist jeder frisch gebrannte Schnaps; er ist völlig ungenießbar.
Dieser Prozess ist teilweise chemisch erklärbar. Der Reifeprozeß verläuft viel besser in Gegenwart geeigneter Feststoffe.
Beispiel: Reifen von Wein höherer Qualität im Eichenholzfaß. Beispiele von Reifemethoden für Elixiere: über Kieselgur oder Terra sigillata (Schwedenbitter), lagern über oberflächenreicher Goldfolie (Danziger Goldwasser). Letzterer Prozess ist nur alchimistisch erklärbar.
Beispiel für ein Liebes-Elixier:
20 g Ingwer
20 g Ginseng
10 g Zimt
1g Safran
1 Vanillestange
1 Liter 42-prozentigen Alkohol oder Rum
Rezept :
Alle Zutaten vermischen und 2 Wochen marinieren lassen. Anschließend filtern und ein ein gut verschließbare Flasche füllen. In kleinen Gläsern servieren.
Noch ein Liebes-Elixier:
4 Esslöffel Rosenblütenblätter (getrocknet, zerrieben)
400 ml Mandelmilch
1/2 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Ingwer
2 Teelöffel Reismehl
100 g frische Datteln (entkernt und gehackt)
3 Eßlöffel Pinienkerne zum Garnieren
Dieses Rezept wurde im 14. Jahrhundert von Lorna Sass verfaßt und wird seitdem als "Geheimrezept" weitergegeben.
Mandelmilch wird hergestellt, indem man Mandeln in Milch und Honig kocht.
Man weicht die getrockneten Rosenblütenblätter 10 Minuten in der Mandelmilch ein. Zusammen mit Zimt und Ingwer wird die Mischung bei
schwacher Hitze 5 Minuten gekocht. Das Reismehl wird mit etwas kaltem Wasser angerührt und mit den Datteln und den Pinienkernen in die Milch
gegeben.
Das Elixier wird in Schalen mit Rosenblüten garniert serviert.
Zu bestimmten Zeiten und zu besonderen Hexenfesten werden auch gern schon einmal Ritualweine oder magische Liköre genossen. Viele
Zaubertränke haben ähnlichen Ursprung. Oft ging es dabei um Entsprechungen, um symbolische Zutaten. In guten esoterischen Kräuterbüchern finden sich weitere magische Wirkungen von Pflanzen für alle Lebenssituationen. Diese Kräuter lassen sich natürlich wunderbar zur Ergänzung und Wirken eines Zaubers diesem Zaubertrank (Grund-Rezeptur) beimischen.
Hier habe ich mal in meiner Rezept-Schublade gekramt. Vielleicht ist das Rezept für einige Leser/innen eine willkommene Anregung. Achtung, Alkohol: wie bei allen Dingen des Lebens kommt es stets auf die Menge des Konsums an! Ich empfehle zum Ansetzten 32 %-tigen klaren Schnaps in guter Qualität - oder wie unten beschrieben - die Mischung aus 90 %-igem Weingeist (Apotheke) in vorgegebener Menge, vermischt mit Wermutwein und Wasser. Natürlich kenne ich auch außergewöhnliche Rezepte ohne Alkohol. Aber nun erst einmal zu dieser Rezeptur.
1 Orange (unbehandelt)
5 g Kardamomsamen
5 g Sternanis
5 g Anissamen
5 g Süßholz (geraspelt)
5 g Muskatblüte (ganz)
1 Muskatnuss, geviertelt
3 Lorbeerblätter
5 g Zimtstange
5 g Nelken
5 g Korianderkörner
5 g Fenchel
5 g Muskatnuss (grob zerstoßen)
1/2 Ingwerwurzel (getrocknet, in feine Scheiben geschnitten)
250 ml Alkohol (90%)
250 ml Wermutwein
150 g Blütenhonig
500 ml Wasser
Man schält die Orangenschale hauchdünn ab, hängt sie 2 Tage zum Trocknen auf, bricht sie klein und mischt mit den übrigen Gewürzen. Man übergießt die Mischung mit dem Weingeist und dem Wermutwein, lässt das verschlossene Gefäß an einem sonnigen Ort 14 Tage stehen und filtriert ab. Jetzt löst man den Honig im erwärmten Wasser, gibt die Lösung zum Filtrat dazu und mischt. Haltbarkeit ca. 6 Monate. Sehr stilvoll ist es, den Zaubertrank in einer schönen Kristallkaraffe aufzubewahren. Ein kleiner zugesetzter Bergkristall bringt zusätzliche positive Energien ins Spiel und sorgt für erfolgreiches magisches Wirken.
Verantwortlich für den Inhalt ist:
Hexer MARAN (Medium, Psychologischer Berater).
Ich bin Ihr persönlicher Ansprechpartner in allen Lebenslagen. Mein Spezialgebiet ist das Hellsehen und die klassische Magie mit altüberliefertem Hexenwissen, Kräutermagie und magischen Ritualen.

