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Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:19 Uhr

Laienhaft ?

Laienhaft ?

Bücher sind verwerflich, spannend oder mies. Lese- und Bilderansammlung zwischen zwei Buchdeckeln, wenn der Leser den Inhalt betrachtet. Wie ist es in einer Zeit ohne Buch? Bücherverbrennungen gab es schon häufiger in der Geschichte der Menschheit.

In der neuen Zeit nach Einführung des „fernsehens“ ( ca. 1950 in Europa) hat Ray Bradbury eine Vision und schrieb sie auf, als Roman“ Fahrenheit 451". Der Besitz von Büchern wird bestraft. Häuser in denen sich welche befinden niedergebrannt. Bücherwürmer lesen und treffen sich heimlich. Ist es wirklich ein Verlust ohne Buch seine Lebenszeit zu verbringen? Was könnte der Ersatz sein? Fernsehen, Internet, Telefon (Handy)! Wie immer teilen sich die Menschen auf in mehrere Gegensätze-Läger-.

Was entmenschlicht die Bewohner? Nicht lesen zu können und auf eine eigene Meinung zu verzichten oder zu verblöden durch vorgedachte Informationen via Schüssel -Glotze-?

Barbara Grubenbecher -Regie und Bühne– bringt 33 Laiendarsteller auf die Bretter im Malersaal -kleine Bühne im Theater Oberhausen- in zeitgemäßen, trendigen Klamotten, Facebook zu trotzen. Freut sich jemand über 500 Freunde bei Facebook mit Pinnwand, Galerien, Geschwätz und täglicher Kaffeesatzmalerei mehr als über ein Buch mit Bildern?


Abweichungen vom Roman:


Durch die 16-jährige Clarisse lernt Guy Montag die Kunst der Worte, den Wert freien Denkens und die Schönheit der Natur kennen. Im Stück von Barbara Grubenbecher ist sie 14 Jahre.

Protagonist des Romans ist der 30-jährige Feuerwehrmann Guy Montag bei Barbara Grubenbecher 25 Jahre.

Der Krieg am Schluss entfällt.

(Eine Kurze Abhandlung ist bei http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451 )


Das Gespräch mit Barbara Grubenbecher 31 Jahre, seit 7 Jahren in Regieverantwortung, geboren in Nütringen -19km von Stuttgart,

vor der Prämiere.


   



http://www.theater-oberhausen.de/


Die Premiere mit 31 Laienschauspieler, 2 waren erkrankt, ist gelungen. Die Bühne wechselseitig:
Feuermänner die Bücher vernichten, Fernsehgruppe mit amerikanischen Hurra Programm, flüsterndes Volk,
Bücher Menschen im Untergrund und zum Ende hin alle Gruppen. Mit Worthülsen die starken Feuermänner wie ein Herr der Armee, die in weiß gekleideten TV Heilsbringer, in Weisheiten gehüllten und von den Feuermännern verfolgten Büchermenschen. Die Handlung klar wie die Inhaltsangabe eines  Bestsellers. Die Talente mit Herz und Kraft . Es ist gelungen das Preisgekrönte Theater Oberhausen hat zu den Theaterstücken für Jugendliche noch eine Volksbühne installiert. Das Kinderprogramm "Peterchens Mondfahrt" wurde letzte Spielsaison im Gasometer aufgeführt. Viele Leute sind in dieser Theaterburg beschäftigt und Ehrenamtlich, freiwillig. Mit einer derzeitigen Spannkraft die nicht zu toppen ist. Peter Carp, Intendant und   Apostolos Tsalastras, Kulturdezernent  sind weit auf einem Weg hin zum Bürger der Kultur als Grundlage konsumieren möchte. Die Kulturelite sollte ab nun gemäßigt mit Kritik und Buhrufen sein wenn es nicht so läuft wie in dieser Zeit. 



  
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