Kuenstlerfreiheit als Kunstwort
Künstlerfreiheit ist ein Kunstwort. Filme gehören dazu. Das Drehbuch ist das Geschöpf der Phantasie. Der Regisseur macht- ergreifend. Die falsche Einstellung nimmt der Kameramann vor. Das Produkt entsteht in der Gemeinschaft. Tausende von Kurzfilmen, MuVI ( Musikvideos) und Loops ( Endloswiederholung eines Ausschnitts)
Geschafft ist nun alles im Kasten. Nur noch nicht raus. Wenige werden bekannt. Bei Arte und 3Sat sind Sendeplätze dafür vorgesehen. Limitierte Auflagen, Reproduzierbarkeit oder Kopien? Download fürs Internet, kostenlos? Flyer, Annoncen, Telefonaquise? Arbeiten die am besten delegiert werden. Wenn nicht?
>Gute Nacht Marie
Endlich meldet sich der erste Verleiher. No Budget. Wieder ohne Marie!
Viele Vertragsseiten sind zu unterzeichnen bis der Verleiher den Künstler groß rausbringen kann. Doch meistens wird nichts draus. Der Künstler will nun selbst vermarkten. Das geht nicht ohne Zustimmung des Verleihers.
Kein Recht auf reden, schreiben, darstellen. Der Vertrag läuft aus. Der nächste kommt! Gewinnen sie dann mal einen Preis, wie bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen 2006 geschehen, sind sie schon abgereist. Weil es ihnen keiner mitteilte oder ein weiteres Verweilen ermöglichte.
Ein Jahrzehnt reicht den meisten, dann sind sie Kabelträger, Statist, Lagerarbeiter, Lehrbeauftragter, Kurator.
Nun war ich 5 Kurzfilmtage in 21 Filmen oder mehr. Interviews konnte ich nicht machen, wegen den unRechten am eigenen Wort. Jedes Bild musste genehmigt werden. Die Simultanübersetzerin kreischte mit ihrer piepsigen Krähenstimme: "Bei Veröffentlichung, aber fließt Kohle....!"
Einmal wurde ich zum Gewinner. Toi, Waguih mein Favorit, schon bei der Vorsichtung, erhielt den Kritiker Preis.
Meine gefühlte Bilanz: Ist egal, was anderes hatte ich eh nicht vor!

