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Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:08 Uhr

Herbert Fritsch "Emilia Galotti"



Auszug aus der Netzseite: http://www.theater-oberhausen.de/programm/stuecke. --------------------------------------------------------------
Gotthold Ephraim Lessing Emilia Galotti Gerade eben wurde der Regisseur und Schauspieler Herbert Fritsch mit unserer Nora-Inszenierung zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Bereits in den vergangenen Spielzeiten hatte er am Oberhausener Theater immer wieder sein Können als Komödien-Spezialist unter Beweis gestellt. Mit Molières Tartuffe, mit der englischen Kriminal-Grosteske Beute von Joe Orton, mit Labiches Pferd frisst Hut. Mit der Nora hatte das Theater Oberhausen Herbert Fritsch dazu verführen können, sich auf das Feld des ernsten Schauspiels zu wagen. In der Spielzeit 2011/2012 wird er nun erstmals eine Entdeckungsreise in das Land der deutschen Klassiker unternehmen. Lessing lebte in einer Zeit, die sich als die Epoche der bürgerlichen Aufklärung und ihres Verstandes empfand. Aber: Das eigentlich Neue der Zeit war die Wahrheit des Gefühls. „Wenn dein Mund nicht plaudern kann, so kann dein Herz doch reden", heißt es bereits in der Minna. In Lessings wohl erschütterndstem Trauerspiel Emilia Galotti wird diese Zuversicht allerdings auf eine harte Probe gestellt. Hettore Gonzaga, der junge Prinz von Guastalla, lebt wie ein verwöhntes Söhnchen ganz nach seinen Herrscherlaunen. Sein böses Werkzeug, der Kammerherr Marinelli, ist jederzeit bereit, die Wünsche seines Herren zu ermöglichen. Jetzt aber ist das Unberechenbarste eingetreten: Der Prinz hat sich verliebt. Ist es wirklich Liebe? Die Gräfin Orsina, die ihm bisher zu Gefallen war, scheint jedenfalls in seinem Herzen ausgedient zu haben. Es kennt nur noch einen einzigen Namen: Emilia. Emilia jedoch, deren Tugend vom überstrengen Vater Odoardo moralversessen bewacht wird, soll in kürzester Kürze den anständigen Graf Appiani heiraten. Alles scheint verloren. Also lässt der Prinz Marinelli machen. Ein tödliches Komplott beginnt. Und Emilia? Ihre Tragödie: Erstmals wirklich zu fühlen, was Liebe überhaupt sein könnte. Aber der „Tumult in meiner Seele" findet nirgendwo die Antwort, die ihn glücklich machen könnte. Nicht beim Prinzen, aber auch nicht beim Vater, dessen falsche Gesetzes-Moral nach tödlichen Recht schreit und keine Gnade kennt. Und deshalb auch keine Liebe. Kein Gefühl. ---------------------------------------------

 Am Flügel Otto Beatus spielt Mozart

Claudia und Odoardo Galotti vergeben ihre Tochter Emilia an den Grafen Appinani. Der Prinz Hettore Gonzage erfährt von den geplanten Hochzeit. Marinelli sein engster Vertrauter weiß von der Liebe des Prinzen zu Emilia und verhindert die Hochzeit.
Herbert Fritsch, Regie und Bühne, ekennt eine Massivtät in einer traurigen Geschichte: „Mütter schicken ihre Kinder zum Peiniger. Ein gute Tragödie ertrinkt nicht in Tränen. Zynismus ist seltsamer Humor wie Marinelli der Teufelsautreiber ihn hat. Emilia ist traug nicht depressiv.“
Diese zusammengefassten Aussagen sind wohl eine ungeheure Anstachelung für Herbert Fritsch die karge Bühne ins faszinierende Bunt zu tauchen. Durch die Kostüme und die gezielten Spots entsteht ein sattes, buntes Bühnenbild. Das Ohr wird mit der Sprache verwöhnt. Die Sprache mit der Musik von Mozart, gespielt auf dem Flügel von Otto Beatu dem musikalischen Leiter.
Tilman Raabke, Dramaturgie: „Was passiert auf der Suche nach Wahrheit.“ Emilia empfindet viel bei den Vorfällen. Der Prinz möchte lieben. Der Vater von Emilia wackelt in zwei Wahrnehmungen. Die Mutter die eine Intrige zu spät durchschaut.“ Der Spannungsbogen "Tragödie" bleibt bis der Vorhang fällt!
Tilman Raabke begeistert durch den Ausdruck der einzelnen Schauspieler und gesamt als Übermittler des Kicks in jeder Szene.

Otto Beatus bringt Gesang und Sprache in ein Himmelbett voll Mozartkugeln.

Die Kostüme von Viktoria Behr sind der gut schmeckende Zuckerkuchen der zur Insulinbildung* anregt.
*Insulin ist ein für Mensch und Tier lebenswichtiges Proteohormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich nur in den Langerhans Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (lat. insula )
                                              Herbert Fritsch lässt alle Mitwirkenden wie Facetten eines Diamanten glänzen.
Herbert Fritsch nach einem Interview mit taftgel Georg

Jeder einzelne Schauspieler funkelt zusätzlich um ein vielfaches aus seinem Können.


Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla -gesiielt von Martin Hohner-.



Emilia auf dem Bild mit dem Prinzen davor



  Marchese Marinelli - Jürgen Sarkiss-


 
Emilia Galotti -Angela Falkenhan - Claudia Galotti, Mutter, - Katrin Kettling-


Gräfin Orsina - Nora Buzalka-

Regie und Bühne Herbert Fritsch Kostüme Victoria Behr Musik Otto Beatus Dramaturgie Tilman Raabke

Emilia Galotti Angela Falkenhan Odoardo Galotti, Vater Torsten Bauer  Claudia Galotti, Mutter Karin Kettling

Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla Martin Hohner  Marchese Marinelli  Jürgen Sarkiss  Camillo Rota, Rat Marek Jera

Conti, Kunstmaler  Henry Meyer  Graf Appiani  Martin Müller-Reisinger  Gräfin Orsina  Nora Buzalka  Angelo, ein Schuft Eike Weinreich



Die ganze Erzählung: http://de.wikipedia.org/wiki/Emilia_Galotti

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